Diese Tagung spannt einen Bogen über das gesamte intellektuelle Leben der Philosophin Hannah Arendt von ihrer frühen (1929) Dissertation Der Liebesbegriff bei Augustin – über ihr politisches Hauptwerk The Origins of Totalitarianism (1951) zu den Ursprüngen und Mechanismen totalitärer Herrschaft bis zu ihren späten Schriften über die Lebensgeschichte der jüdischen Romantikerin Rahel Varnhagen (1957) und über die Vita activa (1958).
Dabei transformiert sie Augustinus' theologisches Verständnis der Nächstenliebe (caritas) in das weltliche, politische Konzept der Pluralität, mit dem sich freiheitliche Gesellschaften gegen den Rückfall in den Totalitarismus verteidigen können. Die Tagung zeichnet diese Entwicklung durch Vorträge und in der gemeinsamen Arbeit in Gruppen nach und dient damit einerseits der Reflexion über die Einflüsse auf Arendts Denken, will andererseits aber auch Möglichkeiten der Totalitarismusabwehr diskutieren.
Quelle: Lehrstuhl Christliche Religionsphilosophie


