Die Konzilserklärung „Nostra aetate“ hat die Bedeutung interreligiöser Beziehungen zwischen der römisch-katholischen Kirche und den anderen Religionen und Weltanschauungen als Grundvollzug kirchlichen Lebens gestärkt. In diesem Geist steht die Begegnung mit Juden, Christen, Muslimen und Angehörigen anderer Religionen im Fokus unserer Arbeit. Zugleich widmen wir uns bestehenden Polarisierungen, Friktionen und totalitär-autoritären Ideologien in unserer multireligiösen, pluralen Gesellschaft, besonders Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Im interkulturellen Austausch als Teilgebiet des interreligiösen Gesprächs sollen kulturelle Zusammenhänge verschiedener religiöser Ausprägungen, aber auch von areligiösen oder religiös indifferenten Menschen bedacht und ins Gespräch gebracht werden. Kultur, Sozialisation und Erziehung haben einen sehr großen Einfluss auf unsere Lebenswelten. Wir möchten diese Lebenswelten miteinander in Kontakt bringen, auf theoretischer wie auf praktischer Ebene. Dazu stehen wir Bildungsinstitutionen, Pfarreien und kirchlichen Gruppen mit Rat und Tat zur Seite.
Unser Tun soll nicht nur zum gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt beitragen. Durch „Nostra aetate“ ist der Austausch mit anderen Religionen und Kulturen zu einem wichtigen Aspekt christlichen Lebens geworden. Wir legen mit unserem Handeln Zeugnis ab für Jesus Christus und bringen die christliche Botschaft ins Gespräch mit anderen Religionen und Kulturen, ohne den Wahrheitsgehalt anderer Religionen in Zweifel zu ziehen, aber mit einem klaren Bekenntnis zur Wahrheit der christlichen Religion.
Arbeitsgrundlage des Referats bilden die Diözesanen Leitlinien und die Diözesanstrategie. Wir stellen Netzwerke für den interreligiösen Austausch her, stehen allen diözesanen Einrichtungen, Pfarreien, Schulen, Universitäten oder Interessierten als Ansprechperson zur Verfügung und begleiten gerne Dialogbemühungen vor Ort, insbesondere bei der inhaltlichen Ausgestaltung. Wichtige Kooperationspartner sind, neben der Hauptabteilung 3 des Erzbischöflichen Ordinariats, das Institut für Religionspädagogik sowie das Institut für Pastorale Bildung.
Wenn Sie Fragen zum interreligiösen oder interkulturellen Dialog haben, nach Referentinnen oder Referenten suchen, vor Ort eine Veranstaltung planen und Unterstützung benötigen, sprechen Sie uns gerne an!