Die
Diözesanen Leitlinien, die am 29. Juni 2017 in Kraft getreten sind, bilden die inhaltliche Grundlegung für die pastorale Entwicklung in der Erzdiözese Freiburg. Als Grundlagendokument sind sie auf Entfaltung angelegt. Sie treffen zwar wegweisende Festlegungen für zentrale strategische Fragestellungen, sie sind jedoch kein diözesanes Strategiepapier im engeren Sinne, weil entsprechende Zielformulierungen, Maßnahmen und Ergebnismessgrößen bewusst nicht festgelegt wurden. Vielmehr eröffnen sie einen kontinuierlichen Lern- und Umsetzungsprozess, der es ermöglichen soll, sich der Komplexität zu stellen, der Kirche in der Welt von heute begegnet. Als zentrale Herausforderungen werden benannt: „Wie können wir unsere Beziehung zu Gott so leben, dass sie uns trägt und auch bei anderen die Frage nach Gott weckt? Wie können wir in der Vielfalt, die unsere Gegenwart ausmacht, in der Nachfolge Jesu leben? Wie können wir entschieden und profiliert dazu beitragen, dass das Evangelium unsere Gesellschaft inspiriert?“
Selbst wenn die theologische Selbstvergewisserung im Blick auf diese Fragen noch gelingt: Die Antworten für die pastorale Praxis liegen nicht einfach auf der Hand. Sie in ein pastorales Programm zu übersetzen, das wirkungsorientiert einen Sozialraum – wie etwa den einer Seelsorgeeinheit – gestaltet und darin Kultur prägt, bedarf einer eigenen Anstrengung.
Damit dies in leistbaren Schritten gelingt, wurden Leitungsinstrumente für die Pastoral entwickelt: Leitbild, Strategie (
Pastoralkonzeption), Zielvereinbarungsgespräche und Visitation als Strategie-Kontrolle (
LEVI).