17 neue Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger beauftragt

24.10.2025 | Lehrkräfte engagieren sich als Seelsorgende

Freiburg. Bereits zum zehnten Mal werden in der Erzdiözese Freiburg Religionslehrerinnen und Religionslehrer aller Schularten durch Erzbischof Stephan Burger zu Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorgern beauftragt. Die 17 neuen Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger haben erfolgreich eine berufsbegleitende Weiterbildung mit acht zweieinhalbtägigen Kursmodulen abgeschlossen. 
 
Weihbischof Dr. Christian Würtz sagte im Beauftragungsgottesdienst am Freitag (24.10.) im Freiburger Münster: „Wenn Sie sich heute ganz offiziell bereiterklären, Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger zu werden und ich Sie im Namen unseres Erzbischofs beauftragen darf, werden Sie auch in einen besonderen Dienst berufen, um dem Reich Gottes zu dienen.“
 
In seiner Predigt erinnerte Weihbischof Würtz daran, dass die Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger mit ihrer Aufgabe die frohe Botschaft Christi an ihre Schulen tragen: „Denn diese Botschaft ist ja keine andere, dass Jesus Christus jeden einzelnen liebt. Papst Franziskus hat die Botschaft so auf den Punkt gebracht: ‚Jesus Christus liebt dich, er hat sein Leben hingegeben, um dich zu retten, und jetzt ist er jeden Tag lebendig an deiner Seite, um dich zu erleuchten, zu stärken und zu befreien.‘ Diese Botschaft dürfen Sie nun weitergeben, nicht nur durch Worte, sondern auf viele andere Weisen, wenn Sie mit den Schülerinnen und Schülern, aber auch mit den Eltern und den Kolleginnen und Kollegen als Seelsorgerinnen und Seelsorgern zu tun haben, wenn Sie ,Freude und Hoffnung, Trauer und Angst‘ mit ihnen teilen.“

Schulseelsorge als Ort von Hoffnung und Menschlichkeit

Abschließend wünschte der Weihbischof den Schulseelsorgenden, „dass es Ihnen gelingt, die Botschaft mit großer Liebe und Geduld den Menschen so zu bringen, dass sie diese Botschaft auch für ihr Leben fruchtbar machen können“.
 
Ordinariatsrätin Susanne Orth, im Erzbischöflichen Ordinariat zuständig für den Bereich Bildung, dankte den Lehrerinnen und Lehrern für ihre Bereitschaft, sich als Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger beauftragen zu lassen. „Viele junge Menschen fühlen sich angesichts der multiplen Krisen überfordert. Wir wollen mit unseren Angeboten der Schulpastoral Hoffnung vermitteln, Zukunftsängste nehmen und zum Handeln für eine humane Gestaltung unserer Welt motivieren“, sagte Susanne Orth.

Bisher 175 Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger für die Erzdiözese beauftragt

Insgesamt wurden in der Erzdiözese Freiburg seit 2007 in zehn Kursen 175 Religionslehrerinnen und Religionslehrer zu Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorgern beauftragt. Die Beauftragung bezieht sich auf eine Schule und gilt zunächst für sechs Schuljahre. 
 
Die Tätigkeit als Schulseelsorgerin und Schulseelsorger ist als Dienst im „pastoralen Ort“ Schule zu verstehen. Die dafür ausgebildeten Lehrkräfte eröffnen den am Schulleben beteiligten Menschen religiöse Erlebnis- und Erfahrungsräume. Sie tragen zur Identitätsfindung und -stärkung des Einzelnen, zu religiöser Orientierung, zur Förderung und Vertiefung der Spiritualität sowie zu einem respektvollen und wertschätzenden Miteinander im Lern- und Lebensort Schule bei. 
 
Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger sind Brückenbauer. Sie unterstützen die Zusammenarbeit der Schule mit der Pfarrgemeinde bzw. der Seelsorgeeinheit und entwickeln gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im pastoralen Dienst weitergehende Kooperationsmöglichkeiten zwischen Kirche und Schule.
 
(cvl/kas)